Warum der Schweinehund nicht sterben darf …

Kennst Du den inneren Schweinehund? Viele Menschen wollen, dass er endlich den Mund hält. Manche möchten ihn töten. Aber das wäre gefährlich für uns. Wir würden so viel verlieren, was wir dringend benötigen.

innerer schweinehund


Kennst Du ihn, den inneren Schweinehund?

Vielleicht ist er Dein Boss. Meldet er sich dauernd bei Dir und verlangt von Dir etwas? Was sagt er? Wie spricht er zu Dir? Verstehst Du ihn? Nimmst Du Dir Zeit, ihm zuzuhören und aufmerksam zu sein?

Die meisten Menschen wünschen sich, dass er verstummt. Er soll den Mund halten, still sein und endlich Ruhe geben. Wir wollen das nicht hören, was er uns zu sagen hat. Endlich einmal Ruhe und Frieden in uns. Und dann kommt ein wenig Ruhe und wir können sie noch weniger ertragen.

Dann wieder kommt ein neuer Impuls von unserem Schweinehund und er macht sich auf, uns etwas mitzuteilen. Wir stecken uns die Finger in die Ohren und bedecken die Augen, weil wir die Botschaft nicht kennen wollen.

Er wird lauter und wir schützen uns besser. Irgendwann ist er so laut, dass wir uns intensiv schützen müssen, obwohl wir bereits unter seinen lauten und grellen Botschaften zusammenbrechen. Es ist kaum noch möglich, die Kraft aufzubringen, um ihn zu bremsen.

Es wird Zeit, dass er stirbt, so denken wir.

Warum der Schweinehund nicht sterben darf …

Würde unser innerer Schweinehund sterben, würden wir unendlichen Schaden erleiden. Gleich nach dem inneren Schweinehund stirbst Du selbst – zumindest innerlich. Deine leblose Hülle wird irgendwann später auch einmal vergehen. Es ist aber nicht mehr wichtig, wann dies geschieht, denn Du bist schon tot – lange vergraben und vergessen.

Tipp: Lerne Deinen Schweinehund kennen mit Hypnose.

Du stirbst, weil Du keinen Schmerz mehr spürst und kein Leid mehr erkennst. Die Freude und das Schöne im Leben sind dabei ebenso verloren gegangen. Die hast Du verloren, weil Deine Energie nur zur Abwehr des Schweinehunds eingesetzt wurde. Das hat Dich die Wahrnehmung der schönen Dinge des Lebens gekostet.

Nun geht die Wahrnehmung des Leids weg. Wenn Du Dich verletzt, dann ist es wichtig, den Schmerz wahrzunehmen. Du würdest eine Wunde nicht stillen, wenn Du Deine Verletzung nicht siehst. Wer also immer mehr Mühe auf sich nicht, die Wahrnehmung zu verdunkeln und sein aufkommendes Leid nicht mehr sieht, der wird immer mehr Leid erfahren.

Tipp: Wenn es zu schwer ist, den Anfang zu finden, lasse Dich professionell bei Deinen Herausforderungen mit Psychologischer Beratung und Coaching auch praktisch begleiten.

Wenn Dein innerer Schweinehund Dir den Schmerz und das Leid zeigen darf, wirst Du etwas unternehmen können. Du wirst handeln können. Dein Lachen und die Freude am Leben sterben nicht, weil Du nicht zu sterben beginnst. Deine Kräfte sind frei und Du kannst sie verwenden, um gegen das Leid anzugehen.

Wenn der Schweinehund Dein Freund wird, dann kannst Du wahrnehmen, was um Dich herum geschieht und was davon auf Dich wirkt. Du bist offen für Freude und Leid, Schmerz und Schönheit, Liebe und Trauer. Du bist ein Mensch, du lebst und Du bist auch einmal traurig – aber Du bleibst am Leben und spürst Freude und Liebe in Dir.

Wenn Du leben willst, dann weißt Du nun, wer Dein Freund werden muss. Beginne, Deinem neuen Freund zu lauschen. Du wirst merken, wenn Du langsam auf ihn zugehst, ist seine Stimme sanft und liebevoll. Sie möchte Dich beschützen, Dir den Weg zeigen und Dir zeigen, wo Freude und Leid auf Dich zukommen. Beides gehört zum Leben wie Regen und Sonne oder Tag und Nacht. Genieße das Leben und höre auf Deine innere Stimme.

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