Das Problem mit Weihnachtsmann und Christkind

Wer ist der Weihnachtsmann und wer das Christkind? Kennt Ihr den schwarzen Hund? Was tun wir unseren Kindern damit an, dass wir Figuren erfinden und wo sind die Grenzen?

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Das Problem mit Weihnachtsmann und Christkind

Vor ein paar Tagen habe ich einen Bericht im Fernsehen bemerkt, wo man die Frage stellte, wie man Weihnachtsmann und Christkind unterscheiden könne. Die Antworten waren unterschiedlich, ähnelten aber sehr einem Achselzucken. Wir haben beide Figuren erfunden.

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Der Weihnachtsmann basiert auf der Figur des heiligen Nikolaus – also Bischof Nikolaus von Myra und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Einige Jahre später hat ein bekannter Softdrink Hersteller die Figur für sich erkannt.

Das Christkind – zunächst angelegt im Mittelalter durch die Figur Jesus Christus – wurde immer mehr zur engelsgleichen Gestalt und löste sich von Jesus. Heutzutage ist es ein weiblich gehaltener Engel.

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Ein schwarzer Hund oder ein ähnliches Wesen sind erschaffen, um Kindern Angst zu machen. Wenn wir es nicht mehr schaffen, dass Kinder Respekt zeigen oder sie einfach nur unbequem werden, weil sie Fragen stellen oder länger aufbleiben wollen, dann braucht es eine erfundene Bedrohung – diese schafft man durch andere Kunstfiguren wie einen schwarzen Hund, der aufpasst, dass man das Bett nicht verlässt.

Das Problem mit diesen Figuren:

Sie existieren nicht und sind nur durch verwaschene Erzählungen immer mehr zu Kunstfiguren geworden, die wir in unsere Kultur integriert haben. Nun erzählen wir unseren Kindern von ihnen. Was aber wenn sie erwachsen werden? Sie wissen nach und nach, was wir getan haben und glauben uns immer weniger.

Wie können wir damit umgehen?

Figuren, die in unsere Kultur integriert sind, verlieren ihren Zauber nicht, wenn man sie als Märchenfiguren darstellt. Diesen sind sie ja auch gleich. Die bösen Figuren zu vermeiden ist mehr Arbeit. Hier sollten wir versuchen, uns mit den Kindern auf Regeln zu einigen und unsere eigenen Praktiken und Methoden überdenken. Wenn Kinder sich entwickeln, dann müssen wir sie immer mehr in Prozesse einbeziehen, statt ihnen Angst zu machen. Wir wollen ihre Vertrauten, Vertrauenspersonen und Vorbilder sein – nicht ihre Feinde. Ebenso sollten wir keine Feinde erschaffen.

Was wir beachten müssen:

Wir legen den Grundstock für Ängste durch solche Figuren und sorgen für schlaflose Nächte. Kindern die Wahrheit sagen muss man auf kindgerechte Art bei allen Dingen lernen. Hier ein paar Beispiele:

  • Man kann ein „Aua“ fangen und es gegen die Wand werfen, bis es zerplatzt. Das nimmt Verletzungen den Schrecken.
  • Man geht nicht bei Rot über die Ampel.
  • Man hält sich an Regeln die man aufstellt und bedankt sich bei seinem Kind, wenn es einen darauf aufmerksam macht.
  • Wenn Eltern streiten, dann ist es wichtig, dazu zu stehen und dem Kind zu sagen, dass so etwas dazugehört und man morgen wieder lieb miteinander ist. Streiten darf man nicht verheimlichen, sondern muss dem Kind vermitteln, wie man sich richtig auseinandersetzt. Wer nicht richtig streiten kann, der sollte das üben – auch hier kann eine Paartherapie sinnvoll sein. Das führt zu mehr Glück und Liebe für alle – und darum geht es.

Wir können es verändern und wir sollten es auch dringend verändern – ohne Lügen leben wir alle besser, gesünder und friedvoller. Den Zauber von etwas wie Weihnachten muss man Kindern nicht nehmen. Nicht einmal durch die wahre Geschichte und das Wissen, was durch das erste Konzil von Nicäa (in der heutigen Türkei) – einberufen vom Kaiser Konstantin – beschlossen wurde. Hier wurde beispielsweise die Wintersonnenwende zur Geburt Christi umfunktioniert und dieser vom Propheten zum Sohn Gottes erhoben – und das sehr manipulativ. Das aber ändert nichts daran, dass man Kindern Geschichte, Werte und Glauben vermitteln kann. Man sollte es nur auf eine angemessene Art vornehmen. Wichtig ist es auch, Weihnachten zu feiern, auch wenn uns einige Menschen fehlen.


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