4 Schritte aus der Traurigkeit

Was geschieht, wenn wir ins Loch fallen, traurig und niedergeschlagen sind und wie können wir diesen Vorgang bremsen und umkehren? Ganz einfach.

4 Schritte aus der TraurigkeitBild aus: Was das Herz berührt.

Du hast einen Menschen verloren durch Trennung oder Tod? Dein Job ist gefährdet oder deine Beziehung? Die Rechnungen und schlechten Nachrichten werden mehr? Du verdrängst es, machst weiter, oftmals über deine Grenzen hinaus, aber dann kommt die Zeit der Ruhe und die Zeit, in der du dich nicht mehr ablenken kannst. Anderen Menschen können wir immer noch helfen, aber uns selbst nicht.

Es gibt Phasen in unserem Leben, gerade dann, wenn (Vor-) Weihnachtszeit ist oder wir Ruhepausen bzw. Urlaub haben, die uns nicht nur besinnlich werden lassen, sondern auch einsam, traurig und niedergeschlagen. Der Stress der erlebten Belastungen lässt irgendwann nach und es folgt ein schwarzes Loch, das zur Benommenheit führen kann. Man nennt das oft auch Winterdepression oder Entlastungsdepression. Nun kommt es dazu, dass wir nicht sehen, wenn uns schöne Dinge begegnen. Wir nehmen es nicht mehr wahr, wenn es positive Zeichen und Freundlichkeiten gibt. Teilweise werden wir aggressiv, wenn Menschen uns freundlich gegenübertreten, weil wir vollkommen überlastet sind und nicht daran glauben können, dass es jemand wirklich ohne Absicht einfach nett mit uns meint.

1 Bewusst machen: Nimm wahr, wenn du niedergeschlagen und depressiv bist. Du bist deswegen kein schlechter Mensch oder nicht liebenswert. Achte darauf, ob du nicht mehr richtig schlafen kannst, das Leben freudlos wird oder du freundliche Worte kaum noch annehmen kannst, manchmal grundlos gereizt bist und Freunde sich abwenden.

2 Veränderung planen: Wenn wir genau das wahrnehmen, dann wird es Zeit, sich ganz bewusst schöne Dinge zu suchen, die uns freuen. Du spielst gerne ein Spiel, liest gerne bestimmte Bücher oder erfreust dich an der Natur? Dann mache dich auf den Weg und achte ganz besonders auf das, was dir gefällt. Schwelge nicht in Erinnerungen an schöne Zeiten, denn das kann dir bewusst machen, dass diese Zeit vorbei ist. Achte auf das, was du schön findest im Hier und Jetzt.

3 Mache Dich auf die Suche: Das Hier und Jetzt hat viel Schönes zu bieten, auch wenn du es nicht sehen kannst, weil du dir die Decke über den Kopf gezogen hast. Du fühlst dich am Anfang wahrscheinlich unsicher, aber diese Unsicherheit ist das Einzige, was es zu überwinden gilt. Suche nach dem, was du schön findest. Die Blume auf dem Weg, der mürrisch wirkende Mensch, der lächelt und viele andere Dinge können dich überraschen. Wenn du wieder im jetzigen Leben schöne Dinge findest, dann veränderst du selbst in Deinem Gehirn genau die Bahnen, die dich haben traurig werden lassen. Wenn du etwas findest, dann suche mehr und mache weiter. Je mehr du findest umso mehr wird dir auffallen, was noch schön ist – so wirst du auch wieder besser zu deinen Gefühlen stehen.

Buchtipp: Arno Ostländer „Endlich bei mir angekommen: Das Lese- und Übungsbuch für alle Menschen, die sich auf den Weg zu ihrem eigenen erfüllten Leben voller Liebe machen möchten!“

4 Ziele setzen „Was will ich wirklich?“: Jetzt wird es Zeit, zu schauen, was du wirklich erreichen möchtest. Der Mut in dir beginnt wieder zu keimen. Gib ihm eine Chance und strahle die Schönheit aus, die du erlebst. Nach und nach wirst du wieder schöne Dinge sehen, anziehen und glücklich werden können. Natürlich muss auch nicht jetzt nicht jeder Mensch auf Dein Angebot der Freundlichkeit eingehen, aber du wirst spüren, in Dir wird es schöner und angenehmer. Du kannst die Menschen dort belassen, wo sie sind und du kannst Dir mehr Aufmerksamkeit geben. Immer mehr wirst du erkennen, was du wirklich willst und es auch umsetzen können.

Glaubst du mir nicht? Wie wäre es, wenn du es einfach Schritt für Schritt versuchst, dein Leben nach und nach nicht mehr bestimmen lässt, sondern selbst bestimmst? Du hast es verdient und ein recht dazu. Sicherlich hast du auch das Recht, nichts zu tun. Aber warum probierst du es nicht aus? Schaden wird es dir nicht, wenn du auf einmal wieder einem lachenden Menschen begegnest, der dich anschaut. Nimm das Lachen an und erwidere es. Es könnte echt sein.

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