Quo Vadis Corona Virus?

Das Corona Virus hat uns im Griff wie kaum ein Virus es bisher geschafft hat. So sehr wurde das Land und wohl auch die Welt nicht in den Würge- oder Hustengriff genommen. Was ist zu tun?

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Quo Vadis Corona Virus?

Mein persönlicher Held der Stunde ist der Heinsberger Landrat Stephan Pusch – und das sage ich gerne, ohne dass ich einer Partei nahe stünde. Der Mensch Stephan Pusch ist Politiker und das macht er richtig gut. Ich sage und schreibe das gerne und ganz ohne Hintergedanken, Absichten oder andere Motivation. Ein Mensch, der seine Arbeit so exzellent macht, der ist selten geworden. Er beschönigt nicht, beruhigt ein wenig und strahlt Souveränität aus. Man möchte sagen, dass dieser Mann Stil, Persönlichkeit und Eier hat, wenn ich das salopp so formuliere – und das passt für mich sehr gut.

Schauen wir uns um, wie es sonst geht. Angela Merkel steckt alles gewohnt entspannt weg und denkt sich vielleicht, dass es eh bald politisch nicht mehr relevant ist, was sie unternimmt. Ich mag ihre ausgeglichene Art, aber hier fehlt Menschlichkeit. Einer, der sich berufen fühlt, ihr auf ihrem Weg nachzufolgen, der kommt gerade eher als „Panikonkel“ rüber – hier spreche ich von NRW Ministerpräsident Achim Laschet, der wie ich aus der Aachener Region stammt. Hier würde ich mir statt Panik mehr Ruhe, Besonnenheit und „Yes We Can“ wünschen.

Alle drei sind der gleichen Partei zugehörig, verhalten sich sehr unterschiedlich und zeigen uns doch auf, dass es hierzulande gerade nicht einfach ist. Wie sollen wir uns verhalten und was macht die Krise wirklich aus? Wie kann oder wird es weitergehen?

Was wird in der nächsten Zeit geschehen und wer hat Recht?

Wie jeder gute Anwalt sagt: „Es kommt ganz darauf an!“ Mehr kann man niemals sagen. Medizin und Psychologie sind keine eindeutigen Wissenschaften. In der Mathematik und Physik gibt es eine Basis auf der alle Berechnungen und Behauptungen aufgebaut sind, woraufhin alle Schlussfolgerungen logisch und eindeutig sind. Das können Psychologie und Medizin nicht bieten, hier kann man nur „Try and Error“ versuchen.

Daher ist es nicht möglich, eine Vorausberechnung zu machen, die man nicht permanent nachjustieren muss. Natürlich sind das Robert Koch Institut, die Charité und andere Institutionen nicht unfähig, aber sie sind – wieder salopp formuliert – nichts anderes als professionelle Zocker. Sie können nicht wissen, mehr als vermuten ist einfach nicht möglich. Das liegt in der Natur der Sache. Daher ist es wünschenswert, dass diese „Zocker“ schlimme Dinge hochrechnen und auch Katastrophen vorausschauend annehmen.

Nun muss man den „Worst Case“ nehmen und schauen, was der aktuelle Stand ist, dann vorausschauend planen und vielleicht endlich einmal mit Umsicht, Ruhe und einem gewissen ernst an die Sache „Corona“ herangehen. Panik ist fehl am Platz, aber Sorgfalt und Vorsicht sind keine schlechten Ratgeber.

Was wäre, wenn …

… wir es auch mal so sehen würden, wenn es um unsere Umwelt geht in und von der wir leben? Wir könnten nachschauen wie kurz die E-Mobilität gedacht wird. Das Gesundheits- und Rentensystem sowie viele andere Dinge brauchen Vereinfachung, Machbarkeit und Menschlichkeit. Es muss einfacher möglich sein, die Dinge zu regeln. Es gibt gute Beispiele und viele tolle Ansätze.

Ich wünsche mir …

Ich würde mir einiges wünschen und freue mich über eure Gedanken als Antwort hier. Meine Wünsche sind ganz einfach:

  • Ich wünsche mir mehr Menschen wie Landrat Stephan Pusch, der Politik als solches in diesem Land wieder mit Glaubwürdigkeit versieht.
  • Ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen den Virus unbeschadet und schnell überstehen und dass die Opferzahlen so gering ausfallen, wie es nur geht.
  • Ich wünsche mir, dass wir durch diese besondere Krise lernen, dass Miteinander die Lösung lautet, auch wenn Nähe in körperlicher Form gerade eher kontraproduktiv ist.
  • Ich wünsche mir Menschen, die für Werte einstehen, die wir alle kennen. Das sind Menschlichkeit, Achtung, Respekt und Zusammenhalt.
  • Ich wünsche all denen, die sich in dieser Krise um Menschen kümmern Respekt und Anerkennung sowie unser aller Unterstützung. Jeder von uns kann Polizei, Pflegepersonal, Rettungsdienst und viele andere Helfer mehr unterstützen – und sei es nur durch weniger Unsinn wie den Diebstahl von Desinfektionsmitteln.
  • Ich wünsche mir, dass wir es noch ein paar Wochen schaffen, auf Kultur und Kinderunterbringung zu verzichten. Es braucht vernünftige Lösungen hierfür.
  • Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr helfen als klagen. Natürlich muss man sich Luft machen dürfen, aber man muss nicht immer Vorsicht als persönlichen Angriff werten. Es ist nicht gedankenlos, Menschen schützen zu wollen.

Bitte lasst uns den Menschen helfen, die zur Risikogruppe gehören und uns vernünftig verhalten. Lasst uns nicht zu Hamsterkäufen, Panikmache oder Ausgrenzung verleiten. Stehen wir für einander ein und achten wir Bemühungen, die uns ein schöneres Miteinander ermöglichen sollen.

Ich möchte zudem aufmerksam machen für die Aktion für den kleinen Ben, der wirklich Hilfe braucht und für die Aktion „Running for Kids“ von Peter Borsdorf. Wer zu viel Energie hat, der kann sich hier engagieren und sie umsetzen, einen Baum pflanzen, Yoga machen, ein Buch lesen oder meditieren bzw. ehrenamtlich helfen. Das sind Dinge, die wirklich etwas nützen.

Ich glaube auch, dass viele von uns finanzielle Hilfe bekommen, die unser Land sich erlauben kann – und wir dort auch Spenden und helfen können, wo Not entsteht. Wirkliche Not ist aber nicht Bequemlichkeit, Unsensibilität und der Verlust einer Woche Urlaub. Wir wissen vielleicht nicht mehr, was Not bedeutet.

Ich wünsche uns allen Liebe, Sanftmut, Respekt und Gesundheit.

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