Das Land der Maschinen

Die Maschinen entscheiden heute schon über deine Rechte – und das immer autonomer. George Orwell sagte in „1984“ manches voraus, das heute schon altbacken ist.

Das Land der Maschinen


Das Land der Maschinen

Zensur machen heute nicht einmal mehr Menschen, das können Maschinen und Algorithmen viel besser. Suchmaschinen zensieren, was sie zeigen wollen. Wir bekommen serviert, was uns interessieren müsste und die Verkaufswelt passt sich an. Genau so passt sich alles um uns herum immer mehr an und berechnet uns voraus. Dank Corona geht das Land jetzt wie in Trance in die Turbophase einer neuen Diktatur.

Artikel und Auktionen

Du stellst einen Artikel zum Verkauf ein und eine Maschine prüft etwas. Wenn du sagst, dass du einen Artikel verschenken möchtest, aber eine Spende für einen guten Zweck freundlich erbittest, dann ist das okay – nicht aber für den Bot des Kleinanzeigenmarktes. Die Auktionsseite, der dieser Markt nun gehört, löscht Zigarren, weil es ein Handelsembargo gibt. Es spielt keine Rolle, dass sie eine deutsche Banderole tragen. Das prüft der Bot nicht. Eine Maschine entscheidet gegen uns ohne sich um Wissen zu kümmern. Die Maschine entscheidet auch, ob wir uns dagegen wehren können. Da es einfacher ist „Nein“ zu sagen, wird genau das meist geschehen.

Zulassung als Apotheke

Wenn du in einem Artikel schreibst, dass männliche Hormone eine Bedeutung haben, dann checkt es der Suchmaschinen Algorithmus und sagt, du brauchst eine Zulassung als kanadische oder amerikanische Apotheke. Es geht nicht um Shop Links oder sonst etwas, der Name eines Hormons – zweimal ausgeschrieben – reicht. Mit etwas Glück kannst du nach einem halben Jahr jemanden sprechen und dann eine Löschung dieser Tatsache erwirken, was einem Wunder gleichzusetzen ist.

Dein Auto weiß, wohin du willst

Mein Auto sagt mit schon, wohin ich fahren möchte, wenn mein Handy sich verbindet. Bundestrojaner und Corona App – wir sollen alle Daten offenlegen und der Staat würde wohl am liebsten jedem Menschen einen Chip einbauen. So sind wir leichter zu kontrollieren. Es sollen dadurch die Verbrechen sinken. Das aber hat nie geklappt. Kriminelle Energie lässt neue Chancen entstehen, aber der einfache Bürger legt alles offen. Stromverbrauchs-Details, Fahrtenbuch und TV-Gewohnheiten. Wir werden gläsern und können jederzeit manipuliert werden, weil KI berechnet, wann wir Milch brauchen und wohin wir wann möchten.

Groß und Klein

Das Impressum, der Datenschutz und das Märchen vom Gesetz, vor dem alle gleich sind – das sind Realitäten aus dem Alltag. Der Seitenbetreiber und Shop Betreiber muss alles wissen, was Social Media, Such- und Werbeanbieter machen. Das weiß aber niemand wirklich außer eben diesen. Diese prüft man aber nicht, denn die können es sich leisten, die Politik zu kontrollieren. Facebook, Blackrock, Google, Amazon, Apple und Microsoft sind einige der Namen derjenigen, die sagen, was getan wird. Der kleine Mann hat zu zucken. Wir brauchen ein Impressum und Datenschutzanforderungen, die nicht klar geregelt sind. Nicht die Anbieter müssen sich zertifizieren, sondern wir sollen das prüfen und dann entsprechend aufklären. Aber woher haben wir dieses Wissen? Das können wir nicht haben. Aber die Abmahnungen steigen und helfen den Anwälten, Geld zu verdienen, weil der Raum dieser Möglichkeiten wächst – unreguliert.

Von KI und Drohnenkriegen

Wir brauchen keine Atomwaffen mehr, seit wir Drohnen und Künstliche Intelligenz haben. Heutzutage können wir Drohnen erklären, nach welchen Kriterien sie den Feind erkennen und das lernen sie dank KI immer effizienter. Dann fliegt die Maschine den Feind an und explodiert. Die Fehlerquote wird immer weiter sinken und es braucht keine Menschen mehr, die etwas auslösen. Man lässt die Drohnen frei fliegen und dann machen sie das schmutzige Geschäft des Todes alleine. Sauber, effizient und niemand hat mehr ein schlechtes Gewissen, denn das kennt KI nicht.

Du hast ja nichts zu verbergen

Stimmt das? Würdest du alles gerne ausplaudern? Nein, niemand geht es etwas an, was in deinem Schlafzimmer abgeht – aber auch sonst darf dein Leben privat bleiben. Ich will nicht, dass jeder Mensch weiß, wann ich tanzen gehe oder mal etwas trinke. Das ist meine Privatsache und das hat es zu bleiben. Ich will nicht, dass mein persönlicher Bier-, Wein- und Whiskey-Trend berechnet werden kann. So wie ich immer neue Erfahrungen machen möchte, mag ich nicht jede Statistik mit einer neuen Kundenkarte ermöglichen.

Die Entmündigung und die Lügen

Bargeld verhindert Schwarzgeld und Straftaten – so sagt und glaubt man. Bargeld ist wichtig, weil wir beim Zahlen mittels App oder Karte den Bezug dazu verlieren und Bargeld uns auch eine Kontrolle ermöglicht. Die Einziehung der 500€ Scheine war schon nicht erfolgreich und der Wegfall des Bargelds würde wieder Tauschgeschäfte und Gegenleistungen anderer Art florieren lassen. Aber es würde auf jeden Fall einen Teil der Freiheit opfern.

Abschaffung aller Rechte

Danke Corona. Es scheint so, als müsse die Politik die Entmündigung nicht mehr begründen. Frau Merkel betonte schon, dass die das nicht mehr diskutieren will – was eine Frechheit und Amtsanmaßung in einem föderalen Staat ist. Wir alle bekommen am besten Chips, Zwangsimpfungen werden eingeführt und Ausweise berechtigen uns, auf die Straße zu gehen. Wir sind im Land der Maschinen angekommen – ganz wie in Terminator. Viele futuristisch anmutenden Romane und Filme sind schon überholt und erstaunen uns nicht mehr. Das gläserne panische Herdentier wäre das Idealziel – und genau das müssen wir verhindern, ohne zurück in die Steinzeit zu gehen.

Ich will meine Freiheit nicht hergeben, weil ich sowieso sterben werde und man meinen sicheren Tod instrumentalisiert, um mich mit Angst gefügig zu machen und uns dazu zu verleiten, zu mobben und uns zu bekriegen. Dann schaffe ich das neue Auto ab und verzichte auf die Elektronik, nehme wieder das alte Handy und surfe mir entsprechenden Tools und Systemen. Kartenlesen kann ich noch, Bargeld fühlt sich gut an und Autos ohne Elektronik sind leicht zu reparieren. Man macht sich damit weniger abhängig und durchsichtig. Wenn die Überwachung zunimmt, dann gehe ich zurück in der Zeit.

Zudem werde ich keine Zwangsimpfung mitmachen mit einem Stoff, den man nicht gescheit testet. Contergan wurde in meiner Geburtsstadt hergestellt und verkauft. Es gab diese unfassbare Anmaßung immer schon und das geht so nicht weiter. Wollen wir dann wieder verkrüppelte Kinder hinnehmen? Ach – das machen wir ja noch – denn in Afrika ist das Medikament immer noch im Einsatz, wie man hört. Da ist es ja egal.

Entweder darf ich frei leben und selbst entscheiden oder ich beginne, auf diesen ganzen Überwachungsmist zu verzichten. Ich will frei und selbstbestimmt leben und nicht in Werbe-Vierecke passen, weil es der Industrie lieber wäre und die unsere Politik durch Lobbyismus steuert. Wir brauchen Volksvertreter, wirkliche Freiheit und nicht das, was wir nun wieder machen. Aus dem Anspruch an Sicherheit entsteht gerade das, was vielen Menschen in der Weimarer Republik Angst machte. Aber das geschieht ja nie wieder, weil wir ja nur Gutes tun wollen. Das dachte auch der Mann, der den zweiten Weltkrieg entfacht an. Aus seiner Sicht wollte er das Richtige tun.


„Ein freier Mensch

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann! Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten!

Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen; Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen.
Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, als dumpfe Ruhe Utopiens!

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: Dies ist mein Werk!

Das alles ist gemeint, wenn wir sagen: Ich bin ein freier Mensch!“

Albert Schweitzer


Was ich für Freiheit hielt, war eine Kette

Du hast den freien Willen mir gegeben,
die Wahl, nach eigenem Geschick zu leben,
die Mündigkeit geschenkt, zu sagen ja und nein.
Du bist die Freiheit selbst, Du kannst nur schaffen
was Dir entspricht. Und dennoch, Vater, klaffen
die größten Welten zwischen uns. Wie kann das sein?

Denn lange schon erkannte meine Seele
und ahnt mein Mensch auch, dass ich selbst mich quäle,
weil ich, statt wirklich frei zu sein, gebunden bin.
Was ich für Freiheit hielt, war eine Kette,
die mich gefangen hält an dieser Stätte,
die mir verschleiert meines Lebens wahren Sinn.

Was soll die Freiheit, wenn sie mich verleitet,
den Weg zu gehen, den die Nacht beschreitet?
Wenn sie mich blind macht, und ich irre ohne Ziel?
So eine Freiheit, kann die selig machen?
Wo bleibt das himmlisch-helle Kinderlachen,
das einstens Dir und mir und jedem so gefiel?

Ich bin der Schöpfer der Unendlichkeiten,
und ohne Anfang sind in Mir die Zeiten
und werden auch auf immer ohne Ende sein.
Vollkommenheit auf ewig ist Mein Wesen,
und was Ich schuf, ist ebenso erlesen
und fehlerlos und willensfrei und engelrein.

Der Kinder freier Wille ist mir Freude,
ihr rechtes Handeln Meine Augenweide,
Ich brauche keine Sklaven Mir zu Ehr’ und Preis.
Doch um der Freiheit Krone zu erringen,
um sich in höchste Höhen aufzuschwingen,
musst du entscheiden – und dann schließt sich unser Kreis.

Du sollst und musst den freien Willen üben,
die Dunkelheit durchforschen und sie lieben;
wenn du entschieden bist, bist du erst wirklich frei.
Nicht Angst noch Furcht soll deine Tage lähmen,
du könntest Mich verlieren, Mich vergrämen.
Du kommst, weil Ich es will, zu Mir zurück. Es sei.

aus „Verlasse dich auf deines Herzens leisen Klang‟ (Hans Dienstknecht)


Ephides

Sag nie: „Ich muss!‟

Sag nie: „Ich muss! – Du schmiedest eine Kette! ‟
Nicht Sklave, frei geboren ist der Geist.
Es ist sein Rat, der deinen Weg dir weist.
Erwarte nicht, dass dich ein Mensch errette.

Du selbst hast Macht, dein Wesen zu verwandeln,
und deine Wandlung wandelt dein Geschick.
Dem Zwang entwachsend, schmiedest du dein Glück.
Das Königswort „Ich will bestimmt dein Handeln. ‟

Sag nie: „Ich muss! – Das ist ein Wort für Knechte. ‟
Der Weise will und nimmt die Pflichten an.
Es dient sich selbst, der andern dienen kann.
Sein Wollen wahrt ihm seine Königsrechte!

aus Band 3 der Erstausgabe (Herbst 1934 bis Herbst 1936) Selbstverlag Hella Zahrada

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Das Land der Maschinen — 1 Kommentar

  1. War nur ein Versehen. Wie bei den Zahlen der Verstorbenen. Da rechnet man auch immer „Verstorben an“ statt „Verstorben nach Positiv-Testung unabhängig von Todesursache und Stand der Genesung“ – aber – hey – Lockdown ist doch toll. Mutti Merkel, Tante Spahn und Onkel Söder machen ja fast alles ein wenig richtig.

    https://www.focus.de/politik/deutschland/40-000-statt-29-000-merkel-und-spahn-nannten-bei-corona-gipfel-falsche-infektionszahlen_id_11949331.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.