Die Ebola Gefahr

Uns konnte Ebola nichts anhaben, bis es in den USA und Europa auf einmal auch Fälle gab. Oder betrifft es uns nicht?

Die Ebola GefahrHaben wir ein Ebola Risiko?
Stellen wir uns diese Frage wirklich? Nein, wenn wir gelegentlich einmal im Fernsehen wachgerüttelt werden, dann sind wir aufmerksam und verurteilen jede Krankenschwester, die einen möglichen Ebola Fall übersehen haben könnte. Wir selbst sind jedoch vollkommen unachtsam und übersehen viel wichtigere Anzeichen von Dingen, die uns alarmieren müssten. Das, was wirklich wichtig im Leben ist und worauf es ankommt, das nehmen wir nicht wichtig, weil wir es nicht sehen wollen und es daher außer acht lassen.

Die Ebola Gefahr
Epidemien und Seuchen treten meist recht selten auf, aber dann raffen sie direkt Hunderte oder Tausende Menschen weg. Daher nehmen wir sie dann bewusst war. Bei Ebola kann man dies beobachten. Wenn im TV drei Tage keine Informationen zu sehen sind, dann schwindet das Risikobewusstsein. Genau so schnell ist es auch wieder vorhanden, wenn die Nachrichten sich häufen. Zudem müsste die Nähe noch zunehmen. In Köln ist man nicht betroffen, wenn eine Ansteckungsgefahr nur in Nordkorea besteht. Ist ein Fall in Aachen bekannt geworden, dann sind auch Düsseldorf, Dortmund und Oberhausen sich eines Risikos bewusst.

Welche Risiken bestehen wirklich?
Ist es wirklich eine Frage, was mit Ebola ist? Wenn wir nicht möchten, dass Menschen sterben, dann sollten wir nicht für fast doppelt so viele gedankenlos Menschen Nahrung produzieren, wie sie benötigen würden und 5000 Menschen täglich verhungern lassen. Der Hunger betrifft uns nur nicht, weil es uns einfach zu gut geht. Daher unternehmen wir nichts gegen die Armut. Sie wird uns in dieser Form nicht erreichen. Uns betrifft es, wenn wir uns nicht mehr leisten können, zwei Flugreisen im Jahr zu buchen, viel schlimmer kommt es hierzulande doch kaum.

Das Paradoxon der Entwicklungshilfe
Wir beuten Länder aus, weil unsere Blumen, Jeanshosen und Plüschtiere niemand kaufen würde, wenn sie einen angemessenen Preis hätten. Daher produzieren wir mit Nutztieren und Nutzmenschen (Asiatischer und Afrikanischer Menschenabfall) zu Bedingungen und Einkaufspreisen, die uns beschämen sollten. Wir klagen regelmäßig auch die Hersteller öffentlich deswegen an und zahlen dann schon einmal Hilfsgelder an Stellen, die wir kaum auf Seriosität prüfen können, damit wir uns besser fühlen.

Wir sind das Problem!
Wir sind jedoch das Problem selbst. Wir behandeln Menschen und Tiere in anderen Ländern absolut lebensunwürdig, weil es uns nicht interessiert. Wir kaufen Fertigfleisch abgepackt und akzeptieren Massentierhaltung und Schlachtung, was wir selbst nie tun könnten. Vegan leben ist ja nur was für so komische Gutmenschen. Wegschauen ist wichtig, denn die Wirklichkeit wäre unerträglich. Wir behandeln Menschen, Tiere und die Umwelt als gäbe es noch eine Welt auf Reserve im Keller. Es wird zeit, Verantwortung und Herz zu entwickeln und sich zu fragen, was wir wirklich tun, wenn eine Jeans 9,99 € kostet und wenn wir zu jeder Jahreszeit Ananas essen wollen. Da könnte Ebola unsere kleinste Sorge sein. Zu unseren Gefühlen stehen und zu zeigen, dass wir uns allen ein schönes Leben wünschen, dazu wäre es an der Zeit – jetzt!

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