Dieser Vater berührt Millionen Menschen

Das Video von diesem Vater mit seinem viel zu früh per Notkaiserschnitt auf die Welt geholten Sohn berührt die Welt.

Dramatischer Notkaiserschnitt – Das Leben änderte sich vor wenigen Tagen (November 2014) ganz dramatisch für den US Amerikaner Chris Picco. Weil seine Frau Ashley unerwartet stirbt muss das gemeinsame Kind ganz erheblich zu früh in der 24. Schwangerschaftswoche mittels Notkaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Lennon James – so der Name des Kindes – ist jedoch alles andere als gesund.

Video Vater singt für sterbendes Baby
Dieser Vater berührt Millionen Menschen

Der Vater singt für sein Kind. Als er am Brutkasten sitzt und sein Kind anschaut, möchte der Vater für sein Kind singen und erkundigt sich beim Krankenhauspersonal des Loma Linda University Children’s Hospital, ob er mit seiner Gitarre für seinen Sohn Musik machen dürfe. Seine Frau hatte ihm davon berichtet, dass der heranreifende Sprössling sich bei Musik gerne bewegt hatte. In der kurzen Zeit, die Vater und Sohn miteinander verbringen dürfen, gerade einmal drei Tage, spielt er ihm „Blackbird“ von den Beatles vor. Einen Tag nachdem das Video entstand verstarb der Sohn in den Armen des Vaters. In wenigen Tagen haben das Video fast 20 Millionen Menschen angeklickt. Der Vater hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seine Trauerarbeit beeindruckt viele Menschen.

Eltern und Kinder, immer wieder eine schwere Geschichte. Väter und Mütter machen ihren Job nicht immer perfekt. Wir sind nicht dazu da, perfekt zu sein, aber diese Geschichte ist sehr ergreifend und zeigt die Herzlichkeit und das Gefühl eines Mannes, was sehr viele Menschen mitnimmt. Gefühle sind so wertvoll und so wunderbar, wie wir in solchen Momenten auf intensive Art erleben.

Stehen wir zu unseren Gefühlen und springen wir über unseren Schatten, bevor wir so berührt werden. Nicht immer haben wir die Chance, Abschied zu nehmen und noch einmal ein Lied zu singen oder ein Gespräch zu führen. Natürlich kann man durch Psychologische Beratung oder Hypnose wunderbare Dinge regeln und klären, auch wenn jemand verstorben ist. Aber wenn wir noch die Chance haben, zu Lebzeiten und vor einer Trennung Frieden zu stiften, dann sollten wir es tun. Wir sind gerade kurz vor der Weihnachtszeit und überlegen vielleicht, wie man den Stress möglichst reduzieren kann. Es wäre sicherlich schöner, ihn gleich ganz zu vermeiden und nicht, ihn ausufern zu lassen. Frieden, Freiheit und Liebe sollten unsere Lebensmaximen sein und nicht irgendwelche anderen Interessen, die uns wichtiger erscheinen, wie die Farbe unseres Autos.

Einige persönliche Worte: Leider kann man manchmal zu spät merken, was man versäumt hat. Ich habe in meinem Buch „Endlich bei mir angekommen“ auch dazu geschrieben, denn das Thema betrifft mich sehr. Ich kenne meinen Vater nicht, auch wenn wir mehrere Jahre nebeneinander gewohnt haben und ich habe mich viel zu lange nicht um den richtigen Kontakt zu meiner Tochter bemüht, was sie mir zu Recht heute vorwirft. Ich wünsche uns allen die Größe zu vergeben, zu verzeihen und zu lieben – nicht nur vor Weihnachten.

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