Diskriminierung erzeugt Leid

Jeder von uns kennt es, abgelehnt zu werden oder ausgegrenzt zu sein. Oftmals fühlen wir uns vielleicht nur so, aber Empfindungen von Ablehnung und Ausgrenzung sowie Diskriminierung zerstören Menschen und erzeugen Leid. Warum?

Diskriminierung Angst DepressionVideo Screenshot: Klicken startet das Video bei Youtube im neuen Fenster!

Andere Hautfarbe oder Religion! In Deutschland wurde eine deutsche Frau angesprochen, sie habe das Geschäft eines Muslims nur mit Kopftuch zu betreten. Es wird hier versucht, die Kultur des Landes zu verachten, indem man lebt. Dieses Erlebnis hat mich schockiert.

Homophobie! Anders sein macht uns ängstlich und unsicher. Gerade Männer lernen es, Homosexualität zu verlachen und darauf ablehnend und gewaltsam zu reagieren. Schwule und Lesben lernen viel Gewalt und Aggressivität kennen, obwohl sie niemals jemandem etwas getan haben.

Ausländer raus! Nicht nur in Deutschland werden Ausländer ausgegrenzt, das kenne ich in vielen Ländern und wohne selbst seit mehreren Jahren als Deutscher im Ausland. Daher kenne ich es am eigenen Körper sogar auf beiden Seiten, denn ich wurde in den Niederlanden als Deutscher beschimpft und in Deutschland wegen des niederländischen Kennzeichens.

Zu dick, zu dumm oder sonst wie anders. Wenn man das Rauchen aufgeben will, fühlt man sich ausgegrenzt, weil der eine will, das man raucht und der andere einen Menschen ablehnt. Veganer grenzen aus und werden ausgegrenzt. In Zeitungen erfahren wir, dass wir Idealmaße haben müssen, die fast unerreichbar sind, dabei eine perfekt mit Bildbearbeitung verschönerte Haut und vollkommen entspannt. Immer wieder will man uns zu Werbezwecken unterdrücken, denn Schmerz und Leid wecken Kaufanreize, denen wir nachgehen. Als Hypnotiseur kennt man das, was Menschen an Glaubenssätzen erworben haben und kennt die so entstandenen Verletzungen gut, die zu Einsamkeit und Traurigkeit führen.

Buchtipp: Arno Ostländer „Endlich bei mir angekommen: Das Lese- und Übungsbuch für alle Menschen, die sich auf den Weg zu ihrem eigenen erfüllten Leben voller Liebe machen möchten!“

Wir reagieren ablehnend auf das, was anders ist. Man hat uns vermittelt, was „normal“ ist. Das ist nicht nur in anderen Kulturen, in anderen Ländern, sogar in anderen Gegenden und Familien völlig anders. Das was wir als normal vermittelt bekommen, ist wichtig für uns und unsere Identität und Zugehörigkeit. Sich selbst zu finden und sich verbunden und zugehörig zu fühlen, bedeutet eben auch Stabilität in einem sozialen Umfeld. Diese brauchen wir, um uns gut zu fühlen.

Ich darf nicht sein, wer ich bin. Das ist die zentrale Botschaft, denn ich bin nicht gut genug. Jeder von uns hat Dinge, die sich zur Ausgrenzung eignen. Wir brauchen nicht lange zu überlegen und finden vielleicht gerade einmal fünf von hundert Menschen, die wir als gut einordnen. Dabei sind wir selbst nie anzutreffen. Wenn wir eines gelernt haben, dann nicht gut zu sein, nicht alt genug, nicht weise genug, nicht schlank oder schön genug. Wenn eines falsch zu sein scheint, dann ist es das Konzept des „Ich seins“. Daraus entstehen Depressionen und Ängste, denn wir sind immer falsch und andere Menschen benötigen nur eine andere Eigenschaft, um Angst zu erzeugen.

Wir grenzen und selbst aus und das übertragen wir auf andere Menschen. Genau hier liegt das Problem. Wir sind nicht im Reinen mit uns selbst und lieben uns nicht, wie wir sind. Sobald wir anfangen, uns zu lieben, lieben wir auch die Andersartigkeit an anderen Menschen. Wir lernen das wundervolle an Unterschieden kennen und freuen uns darauf, neue Lebensweisen, Kulturelemente oder Ansichten mit uns abzugleichen und finden auf einmal mit jedem Mensch mögliche Verbindungen, die uns vorher nicht bewusst waren. Hierdurch erhöht sich unsere Zugehörigkeit und unser Selbstbild spiegelt sich in immer mehr Menschen in kleinen Teilen wieder. Wir spüren die Verbindung zwischen uns, allen anderen Menschen, allen Lebewesen und fühlen uns sicher, geborgen und gut aufgehoben, egal wo wir sind.

Es ist egal, wo wir anfangen. Beginne, dich selbst mehr zu lieben oder anderen Menschen Achtung und Respekt zu zeigen. Das eine wird das andere erleichtern und beides wird dich und dein Umfeld glücklich machen. Wer andere Menschen liebt, kann sich nicht unterdrücken und wer sich liebt, dann andere Menschen nicht unterdrücken. Liebe verbreitet sich wie ein Virus – verbreite ihn. Die Nebenwirkungen sind Freundlichkeit, Herzlichkeit, Authentizität, Selbstliebe, Respekt und Aufrichtigkeit. Genau das wünsche ich Dir.

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