Ganz einfach vegan

Vegan – was bedeutet das, wie gesund ist das und was sollte man wissen? 99 Fakten und 14 tollen Rezepten von Goulasch über Currysauce bis hin zu einem wirklich leckeren Schokokuchen.

Ganz einfach vegan


Ganz einfach vegan

Ist vegan wirklich einfach? Nein, bedauerlicherweise nicht. Daher ist dieses Buch als Kladde meiner veganen Kochkurse eher zufällig neben meinem ersten Buch „Endlich bei mir angekommen“ entstanden. Danach war es schon etwas sehr umfangreich und wurde auch immer mehr Arbeit. So konnte ich es nicht mehr einfach herausgeben.

Korrektur gelesen hat es zuerst die Chemikerin und Lebensmittelchemikerin sowie Fitness-Trainerin Silke Wettstein, danach habe ich noch mit Starwinzer Javier Rodriguez über einige Aspekte gesprochen. Zuletzt hat Sternekoch Jeroen Rumpen mit mir einige Fragen erörtert und war so freundlich, mir eine am Ende erwähnte Rezension zu schreiben. Das gibt dem Ganzen ein gewisses internationales Flair und hat auch mit Freundschaft und einigen wunderbaren Menschen zu tun.

Worum es geht ist dabei aber, dass die Menschen, die mit veganer Ernährung konfrontiert werden, ein paar Basis Informationen benötigen. Wer sich entscheidet (mehr oder weniger) vegan zu leben, der weiß, worauf er verzichten möchte. Dazu ermutige ich auch gerne.

Meine Veränderung – mehr oder weniger vegan

Ich habe mich schon einige Jahre immer mal mehr oder weniger damit auseinandergesetzt, auf tierische Produkte zu verzichten. Die ersten Impulse kamen als Kind. Mein Opa ging gerne angeln und ich habe es gehasst. Das vor allem, weil er es toll fand, mit zu demonstrieren, dass ein Aal mit einem Küchenmesser im Kopf durch den Rasen huschen kann wie eine Schlange. Die Vorstellung „Blutwurst“ habe ich als Kind eklig gefunden – danach als Erwachsener habe ich es ab und an toleriert, aber mittlerweile muss ich schon bei dem Gedanken kotzen.

Irgendwann holte ich zwei Grillhähnchen für meine Mutter und mich und sie sprach von der Haut – und ich fasste mich an – ich hatte auch Haut, wie ich spüren konnte. Sie wollte sich dafür entschuldigen – aber ich verstand einfach, was es bedeutet, Haut zu haben. Ich möchte nicht, dass für mich Leben genommen wird. Dann aber kamen wieder der Alltag, das einfache Fast-Food und ein Auf und Ab des Fleischkonsums.

Schließlich lernte ich Dr. Ruediger Dahlke kennen und habe bei einem Vortrag mit meiner damaligen Freundin durch ihn von Peacefood erfahren – seine Bezeichnung für vegane Ernährung. Ich habe ihn als sehr authentisch empfunden und wir haben uns lange mit ihm unterhalten – ein wirklich supernetter Typ – kompetent, freundlich und sehr offen. Es bereichert mich und meine Vita, mit ihm gearbeitet zu haben. Danach fuhren wir zuerst zu einem Fast Food Restaurant, wo wir Burger aßen und dabei über den interessanten Tag sprachen. Danach ging es ins Hotel und wir haben am nächsten Morgen das Frühstück teilweise eklig gefunden – vor allem Käse, Wurst und Ei. Das lag nicht an uns, das war echt eklig – braune Ränder und Schlaber-Ei – braucht echt kein Mensch. Aber man hatte einen bitteren starken Kaffee, tolle Säfte, eine super Obst Auswahl und Sojamilch. Da sagten wir, dass wir es einfach einmal probieren würden, vegan zu leben. Das haben wir ein Jahr gemacht und dann trennten wir uns.

Danach habe ich noch einmal bei einem Freund Fleisch probiert und fand es nicht besonders. Mein Magen auch nicht – er rebellierte drei Tage lang. Das hatte sich also erledigt – heute kann ich schon nicht mal mehr den Geruch einer Metzgerei ertragen. Danach kam es immer mehr zu einer gewissen Normalisierung mit Auf und Ab. Ich habe Zuhause selten Kuhmilch, sondern trinke je nach Anwendung pflanzliche Milchvariationen wie Reismilch, Hafermilch o.ä. Käse esse ich manchmal, oft aber nicht, Eier und Fisch sind auch mal mehr und mal weniger auf dem Speiseplan. Ich würde auch mal Fleisch essen, wenn ich wollte, aber das scheint nicht mehr zu gehen.

Wichtig ist: ich zwinge mich zu nichts, sondern erlaube mir alles. Aber ich ekle mich davor, was ich weiß. Tiere werden unwürdig gehalten, maschinell getötet, mit Medikamenten vollgepumpt, der Eiter wird weggeschnitten und Schlachtreste werden dann noch als Gelatine verarbeitet. Das kann ich nicht mehr.

Vor allem sollten wir an den Planeten denken – je vegetarischer oder veganer wir leben, desto besser für den Quell unserer Existenz – den Planeten, auf dem wir leben. Daher dürfen wir einfach mal vegane Dinge ausprobieren und schauen, was wir an Fleisch, Wurst & Co. wirklich essen wollen. Die Industrie bietet tolle vegetarische und vegane Fleisch- und Wurst-Alternativen an – und die sind okay. Warum nicht Schnitzel mit Pommes essen – ganz ohne Tier geht das auch. Wurst und Burger ohne Tier sind auch in der Qualität fast schon zu echt geworden. Nein – und der Geschmack des Fleischs geht auch nicht ohne Chemie, Geschmacksverstärker und andere unnötige Zutaten. Bei den vegetarischen und veganen Ersatzprodukten werden aber immer bessere Alternativen gefunden, deren Inhaltsstoffe auch immer besser werden. Der Weg ist längst nicht zu Ende, aber er wird begangen – immer besser.

Man kann auch gut abnehmen damit, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, wenn man es möchte und richtig angeht. Eine vegane oder vegetarische Stoffwechselkur ist auch möglich.

Ist Fisch nun gesund oder nicht?

Eine spannende Frage. Ich glaube, man kann mittlerweile nur noch „Nein“ sagen. In einem Fisch ist bald mehr Plastik als in einem gelben Sack. Zudem ist man sich sicher, dass die Fische das gute Omega 3 aus Algen haben und wir eben – wie die Japaner – diese auch selbst verzehren können. Das ist allgemein als gut anerkannt und geht eben längst nicht nur durch den Fisch – es ist dort eher die Second Hand Theke, an der wir uns bedienen.

Was das Buch möchte

Das Buch soll mit Fakten und Informationen, Basics und Rezepten vermitteln, worum es bei veganer Ernährung wirklich geht und Mut dazu machen, es auszuprobieren. Aber – bitte nicht verbissen. Die Rezepte im Buch können Lust machen – und das ist schon oft geglückt. Wer damit konfrontiert wird, dass so ein komischer „Grasfresser“ in seinem Umfeld ist, der kann hier ein paar Fakten erfahren und vielleicht mal in seinen Teller schauen – genauer als bisher – und eben nicht nur über den Rand hinaus.


Buchtipp: Ganz einfach vegan

Ganz einfach veganVegane Ernährung ganz simpel erklärt mit 99 Fakten und Basics zum Einsteigen, Verstehen und Umdenken für Alle sowie einige schnelle und einfache vegane Rezepte mit Suchtfaktor.

Rezension zu „Ganz einfach vegan“ Von Arno Ostländer:

Ich habe Dein Buch nicht nur mit Freude gelesen, sondern es regelrecht absorbiert. Diese Sammlung von wichtigen Inhalten und Informationen ist genial und verdient meinen tiefsten Respekt für dieses Werk und das, was Alles noch kommt. Ich würde gerne meine Köche ausstatten und das Buch meinem Direktor und unserer Marketing Managerin vorlegen, damit es für unser Hotel als „Give Away“ bzw. VIP Treatment in größerer Menge zur Verfügung gestellt wird.

Es ist die richtige Zeit für dieses Thema: Gesunde Ernährung in alle Facetten!

Euro-Toques Sterne-Koch Jeroen Rumpen, Executive Chef des Pullman Aachen Quellenhof im Frühjahr 2014

© mit freundlicher Genehmigung von Jeroen Rumpen

> Hier das Buch anschauen und probelesen!


 

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Kommentare

Ganz einfach vegan — 1 Kommentar

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