Gedanken zum Weltvegetariertag (01. Oktober)

Am 01. Oktober begehen wir jährlich den Weltvegetariertag. Immer mehr Menschen wenden sich ab vom Fleischkonsum, andere möchten nicht einmal darüber nachdenken oder werden gar aggressiv. Wer sagt uns, was richtig ist?

Gedanken zum Weltvegetariertag (01. Oktober)Immer mehr Menschen werden Vegetarier. Es sind sicherlich mehr als 10% der Bevölkerung vegetarisch (ohne Fleisch bzw. Fleisch und Fisch), ca. 1-2% vegan (ohne tierische Produkte lebend) und mehr als 50% Flexitarier (teilweise auf Fleisch verzichtend). Was als Öko-Welle begann, die verlacht wurde, begann nach und nach Trend zu werden und nun wird es Bewusstsein. Aus einem schrägen Haufen Umweltaktivisten entstand etwas, das im Begriff ist, Lifestyle zu werden. Wir alle wollen immer mehr Bio Lebensmittel, regionale Ernährung und der Fleischkonsum geht drastisch zurück.

Einige Gedanken zum Vegetariertag

Durch das Soja entstehen Monokulturen und Regenwälder werden abgeholzt. Das Stimmt, Soja wird allerdings zu 90% in der Tierzucht verwendet, damit die Nutztiere, die gegessen werden, schnell genug wachsen können. Das Wasser, das die Viehzucht verbraucht erreicht hierbei ähnlich perverse Dimensionen wie die Abgase, die unsere Umwelt mehr belasten, als der gesamte Straßenverkehr. Viele Menschen führen entgegengesetzte Behauptungen an, die leider vollkommener Unsinn sind.

Jeder soll doch so leben, wie er will. Vollkommen klar, das sollten wir alle, Mensch und Tier. Daher kann ich nicht mehr sinnlose Massentierhaltung als gut ansehen und werde niemandem bestätigen, dass es gut ist, möglichst viele Tiere zu essen und es eine super Idee ist, beim Bio Metzger zu kaufen. Unser Konsum an Fleisch nimmt ab, aber er hatte einen Höhepunkt erreicht, der nicht vertretbar ist. Industrielle Züchtung von Haus-und Nutztieren kann keinen Sinn machen und findet meine Zustimmung ganz sicher nicht. Es gibt kein gutes Argument dafür. Daher bin ich nicht mehr in der Lage, diesen Diskussionen zuzuhören oder daran teilzunehmen.

Fleisch ist gesund. Das stimmt ganz und gar nicht. Fleisch und Milch sind nicht gesund, ganz im Gegenteil. Es macht keinen Sinn, diese Produkte zu verzehren. Milchkühe sollten Kälbchen säugen und nicht das Elffache an Milch geben, damit Menschen Plastikflaschen damit füllen können. Industriell sowie lebensunwürdig gezüchtetes und geschlachtetes Fleisch, das industriell verarbeitet wird, macht ebenso keinen guten Faktor einer Ernährung aus. Auch hier gibt es kein Argument, dass dies belegen kann und die Chemie, die wir dadurch in unseren Körper pumpen scheint viele Menschen nicht zu interessieren. Das geht hin zu Aussagen wie „Blumen haben auch Gefühle …“, damit man witzig vom Thema ablenken kann.

Warum sollen vegetarische Sachen wie Fleisch aussehen? Weil wir uns an Dinge gewöhnt haben und auch wenn wir das Schnitzel aus Schweinefleisch nicht mehr wollen, so mögen wir einige Gerichte, die wir einfach für uns abwandeln wollen. Mett, Schnitzel, Würstchen und Co. wollen wir nicht mehr aus Fleisch, sondern aus anderen Inhaltsstoffen, die nicht unseren Werten widersprechen. Eintopf, Gulasch und vieles mehr haben wir immer geliebt und verändern es nun so, dass wir es konsumieren können, ohne dass wir unsere neu gelernten Werte verleugnen oder wieder ablegen müssten. Gerade in der Umstiegszeit und wenn die Seele es benötigt kann dies wichtig sein.

Wie lebe ich richtig? Ganz einfach – so wie ich es will. Die Tatsache, dass ich bei den Lügenspielen und Ausreden nicht mehr mitmachen möchte, hieße nicht, dass ich jemandem vorschreiben möchte, wie er leben soll. Ausreden unterstütze ich nicht mehr, platte Sprüche interessieren mich nicht mehr und Pseudo-Belehrungen nerven mich auf beiden Seiten. Halbwissen wird zur Religion bei Fleischfressern und Veganern/Vegetariern. Jeder versucht, den anderen Mundtot zu machen. Das ist nicht respektvoll uns und anderen Menschen gegenüber. Jeder von uns darf sein Leben führen. Ich persönlich möchte niemanden belehren, aber ich lade gerne zum Essen und zu veganen / vegetarischen Kochkursen ein. Gerne stelle ich meine Lebens- und Denkweise vor und lade dazu ein, es auszuprobieren, wie lecker und gesund es sein kann. Fleisch und Fisch habe ich allerdings 44 Jahre ausprobiert und möchte es nicht mehr. Sollte ich probieren wollen, so werde ich dies offen aussprechen. Ich versage mir nichts, ich möchte einfach nicht mehr, weil ich das Leid und den industriellen Tötungswahnsinn nicht mehr unterstützen kann und will. Das Gefühl kennenzulernen kann ich nur empfehlen.

Lebe in Balance. Ich empfehle gerne aus vollem Herzen, mehr Balance im eigenen Leben auf die eigene Art zu finden. Wenn wir aus Respekt dem Leben gegenüber nicht mehr industriell züchten und töten lassen, dann geht der Respekt und die Liebe weiter. Wir wollen regionale und saisonale Produkte, erfreuen uns an immer mehr Gesundheit und Bewusstheit und nehmen das zu uns, was in unserer Gegend wirklich gerade wächst. Natürlich können wir immer nach Belieben ausweiten. Unterdrückung ist nicht gut, aber probieren wir uns doch aus und lernen wir kennen, was wirklich zu uns gehört. Veganer muss man nicht in einem Tag werden, wir essen alle gelegentlich vegetarisch oder vegan. Nudeln mit Tomatensauce kennen wir alle. Es einfach etwas bewusster zu tun und zu experimentieren kann schön sein. Bolognese oder Chili ohne Fleisch sind wirklich extrem lecker, viele Gemüsesorten schmecken richtig gut und auch Obst brauchen wir. Wenn wir uns nicht bevormunden, ein wenig experimentieren und das Leben der Tiere wertvoller für uns wird, dann ist unser Weg wirklich gut, egal wie er verläuft.

Nicht nur bei der Ernährung ist Balance wichtig. Es geht darum, dass unser Leben frei sein darf von Angst, Panik, Stress und dem, was uns belastet. Wir haben eine Chance und eine Gelegenheit, das zu verändern, was uns beklastet – jetzt. Hypnosecoaching kann ein guter Weg dazu sein.

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Über Arno Ostlaender

Hallo, ich bin der Mensch hinter dieser Internetseite. Nach zwanzig Jahren in Vertrieb und Verkauf habe ich mein Leben vor etlichen Jahren verändert und von dem profitiert, was ich lernen durfte. Heute sind Psychologische Beratung, Yoga, das schreiben von Büchern und die Begleitung von Menschen in schweren Situationen mein leidenschaftlicher Beruf. Es ist mir eine Herzensaufgabe, durch den Wandel meines Lebens andere Menschen mit meiner Erfahrung achtsam zu begleiten. Ich freue mich auf den Kontakt zu meinen Lesern - hier im Blog oder persönlich.

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