Quo Vadis Deutschland?

Eine Mutter und ihr Kind werden vor einen Zug geworfen. Schwimmbäder werden evakuiert. Richter urteilen zu milde. Was passiert gerade in unserem Land und wie sollen wir damit umgehen?

Quo Vadis Deutschland


Quo Vadis Deutschland?

Die Trauer um den gerade auf Bahngleisen verstorbenen Jungen, der vor einen Zug geschubst wurde, geht durch die Republik. Wohin geht unser Land gerade? Wir lesen gefühlt mehrmals täglich Schlagzeilen, die uns den Atem stocken lassen. Dabei kommen vor allem die folgenden Dinge in unsere Aufmerksamkeit:

Was ist aktuell in den Medien?

Wir erleben Pressemeldungen und Social Media Statements, die zum einen die Realität zeigen und zum anderen unsere bereits entstandene Wahrnehmung zum Ausdruck bringen.

  • Mutter und Kind werden vor einen Zug geworfen und das Kind stirbt.
  • Massenvergewaltigung an einer 18jährigen jungen Frau in Freiburg.
  • Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen vergewaltigt ein 13jähriges Mädchen.
  • In Schweden wird jemand bereits wegen „unachtsamer Vergewaltigung“ verurteilt, weil eine ausdrückliche Zustimmung hinsichtlich des Geschlechtsverkehrs fehlte.
  • In Deutschland halten sich die Richter eher mit Urteilen zurück.
  • Schwimmbäder werden evakuiert weil Ausländer dort Massenschlägereien anzetteln.
  • Sozialschmarotzerei unter Menschen, die hier Hilfe suchen.

Was machen wir daraus?

Aufgrund unserer Sensibilität für diese Themen, die zum einen vollkommen natürlich sind, sowie der aktuellen Präsenz der Meldungen und Stellungnahmen, nimmt unsere Gesellschaft eine massive Bedrohung wahr. Nun haben wir uns aber wegen der NS Vergangenheit immer selbst zu unterdrücken und werden sehr schnell in eine fremdenfeindliche Ecke geschoben. Daher wird viel zu lange über Dinge geschwiegen.

Das wäre übrigens nicht nötig, denn das alte Rom wuchs nicht durch Liebesbekundungen. Mao, Stalin und viele andere waren auch keine Menschenfreunde und wir haben als Weltbevölkerung noch viele andere Grausamkeiten erlebt, aus denen wir lernen müssen. Ohne etwas zu verkennen oder leugnen zu wollen – wir sind nicht das einzige Volk mit abartiger Gewalt in der Vorgeschichte.

Nun ist es so, dass wir von der Politik beschwichtigt werden, die wahren Probleme scheinbar verkannt werden und man versucht, den Deckel auf den Dingen zu halten, damit eine zumindest scheinbare Ruhe einkehrt. So hofft man, die Dinge in den Griff zu bekommen, indem man die Presse reglementieren möchte und Meldungen zurücknimmt.

Der Ruck nach rechts und links

Nun spaltet es unser Land in mehrere Lager. Einige sind ganz links und versuchen zu beruhigen und gegen aufkeimenden Faschismus vorzugehen. Andere sehen die Bedrohung und bauschen sie für ihre Zwecke auf. Politisch wird es gerade sehr heikel, denn die Parteien möchten vor allem die Gunst der Wähler und sind dafür bereit, sich bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen. Das ist wie eine Industrie, die Abfall unter das Essen mischt, weil wir billig einkaufen wollen.

Was ist mit Objektivität?

Die Schilderung der Ereignisse objektiv zu erstellen würde ich mir sehr wünschen. Da aber die Presse und Social Media hier auch nicht mehr klar zwischen Gefühl und Fakten trennen können, möchte ich zum einen darauf aufmerksam machen und bin auf der anderen Seite dadurch nicht zur Objektivität in der Lage. Neutrale oder zumindest sachliche sowie inhaltlich vollständige Informationen sind leider nach meiner Auffassung kaum zu bekommen – das halte ich für sehr gefährlich.

Wohin geht unser Land denn jetzt?

Das entscheiden wir – jeder von uns. Hier sind alle gefragt. Dazu habe ich persönlich folgende Gedanken:

  • Wir sind zumindest Mitverursacher der Probleme in vielen Ländern und müssen hier lernen, Verantwortung zu übernehmen und Frieden in die Welt zu bringen.
  • Unsere Kultur darf sich nicht verändern durch Menschen, deren Entwicklung unserer freiheitlichen Einstellung nicht entspricht. Ich bin nicht bereit, bei uns herrschende Gleichbehandlungsgrundsätze (z.B. Frauenrechte) aufzugeben, die bei uns erst vor wenigen Jahrzehnten entstanden sind.
  • Einlass darf es nur geben, wenn Menschen unsere Sprache und Regeln kennenlernen und auch akzeptieren. Wer in dieses Land möchte und nicht die Regeln achtet, der muss gehen – auf eigene Kosten und eigenes Risiko.
  • Jeder Mensch darf seine Kultur leben und seine Religion ausüben, aber diese nicht über das versuchen zu stellen, was bei uns üblich ist. Anders ausgedrückt: Ich erwarte, dass du unsere Weltanschauung uneingeschränkt anerkennst, wenn du hier lebst. Auf dieser Basis darfst du auch deine Kultur im Rahmen unserer Gesetze und Grenzen ausleben. Wer das nicht hinnehmen kann, der kann hier nicht leben.
  • Gewalt darf nicht durch Religion oder Kultur legitimiert werden. Jede Form von Gewalt ist zu bestrafen.
  • Es muss eine offene und klare Politik sowie Berichterstattung geben, fruchtbare Diskussionen mit achtsamer Beratung und gutem Coaching sowie bessere Lösungen für Einwanderung, Integration und den Umgang miteinander.

Was nicht geschehen darf!

Wir dürfen uns nicht von eine einwandernden Kultur geflüchteter Menschen in der Entwicklung begrenzen oder zurück drängen lassen. Ebenso darf es nicht zu blindem Hass kommen – auf keiner Seite. Gewalt muss klar bestraft werden, ohne dass wir einen Polizeistaat aufbauen müssen, der uns selbst einschränkt. Aber vor allem dürfen wir nicht in unserer Identität begrenzt werden, die ohnehin eine Mischung aus unterschiedlichsten kulturellen Einflüssen zugrunde hat.

Diese haben wir weiterentwickelt zu etwas, auf das wir stolz sein können und dürfen. Unsere Kultur hat aus dem Hass, der Gewalt und dem Unrecht gelernt. Wir haben ein Grundgesetz, auf das wir stolz sein dürfen. Zudem haben Frauen in den letzten Jahrzehnten endlich mehr Rechte bekommen. Wir erkennen mehr als zwei Geschlechter an, es gibt die freie Ehe und vieles mehr.

Sollen wir uns jetzt wieder Krieg, moralische Engstirnigkeit und die Unterdrückung der Frau aufschwatzen lassen? Das darf es nicht geben. Frauen werden selbst in unserer Kultur noch zu sehr unterdrückt, aber ich möchte einer Frau nicht aufzwingen, Kopftuch und Burkini tragen zu müssen. Frauen dürfen nicht gezwungen sein, hinter einem Mann zu gehen und am besten Zuhause zu bleiben, damit sie sich nicht integrieren können.

Wir haben gelernt, frei zu leben und sind dabei weich geworden. Diese Weichheit ist ein Genuss, den wir uns leider nicht mehr leisten können. Es muss kommen, dass wir aufstehen und für richtige sowie wichtige Dinge eintreten, denn sonst wird links gegen rechts kämpfen. Argumente verlieren an Kraft, denn das Streben nach Macht und Einfluss wird dann wieder dafür sorgen können, dass eine Ideologie den Vorzug bekommt. Das führt niemals in die Freiheit, sondern immer in eine Art von diktatorischem System.

Es wird Zeit, aus der Vergangenheit zu lernen, die Gegenwart zu sehen und gemeinsam für Lösungen zu sorgen. Dabei sind wir es, die unsere Kultur sowie unsere Werte klar verteidigen müssen. Das freie Leben in unserem Land und weiten Teilen Europas hat es verdient, den Vorzug vor aus unserer Sicht antiquierten Modellen zu bekommen.

Das haben übrigens viele Mitbürger verstanden, die Migrationshintergrund haben. Sie sind ebenso gefordert, mit uns aufzustehen und dafür einzutreten, dass wir eine gemeinsame Linie gegen Übergriffigkeit finden. Wir teilen die gleichen freiheitlichen Werte und Vorstellungen, leben offen und respektvoll miteinander und müssen gemeinsam dafür eintreten, dass wir hier nicht das aus den Augen verlieren, was wichtig ist.

Unsere Kultur verdient es, bewahrt zu werden. Die Indianer, die Inka, die Azteken, die alten Ägypter, Griechen und Römer sind untergegangen wie viele andere Hochkulturen. Es wird Zeit, dass wir uns bewusst machen, nicht in diese Riege gehören zu wollen. Ich möchte nicht, dass wir in 1000 Jahren im Geschichtsunterricht lehren: „Damals hatten wir schon einmal eine solche Freiheit, aber wir waren zu dumm, das weiter zu entwickeln, denn uns waren ein SUV und Freiheit der Kultur wichtiger.“

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Kommentare

Quo Vadis Deutschland? — 1 Kommentar

  1. Sehr interessanter Beitrag. Besonders hat mir gefallen zu erfahren, daß ich nicht alleine bin mit dem Problem „objektiv sein zu wollen“. Spätestens seit dem 11. Sept. wurde mir immer klarer, daß uns Informationen fehlen, Ereignisse solcher Art objektiv zu beurteilen. Sprich, ich weiß bis heute nicht, wer verantwortlich war/ist. Und das in ganz vielen Angelegenheiten. Bleibt die Frage, was man machen kann, dagegen, und dieses Gefühl der Ohnmacht! Ich danke Ihnen!

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