Ruf mich nicht an wenn es dir schlecht geht

Klingt komisch oder? Und es klingt sogar noch, als würde man sich nicht füreinander interessieren. Das Gegenteil ist der Fall. Lies doch einmal, wie wir es schaffen können, uns gemeinsam besser zu fühlen.

Ruf mich nicht an wenn es dir schlecht geht


Ruf mich nicht an wenn es dir schlecht geht

Das klingt provokant – und das ist ganz bewusst so. Aber es ist wichtig, dass wir uns einmal wach rütteln, denn wir ziehen uns oft gemeinsam runter. Das kann nicht sein, es braucht eine andere Vorgehensweise, wenn wir gemeinsam bessere Zeiten erleben wollen.

Wenn man nur in schlechten Zeiten Kontakt hat …

Ich kenne solche Absprachen gut, dass man sich verspricht, in schlechten Zeiten zuzuhören und für einander da zu sein, aber das ist sehr gefährlich – und das gleich aus drei Gründen:

  1. Es kommen nur noch negative Informationen von bestimmten Personen. Man nimmt den Alltag alleine wahr und hat nicht immer Zeit, den Kontakt zu pflegen. Es reduziert sich also darauf, dass man sich meist nur meldet, wenn es einem nicht gut geht.
  2. Wir verziehen sofort das Gesicht, erst traurig und zunehmend immer genervter, wenn eine bestimmte Person anruft. Wir wissen ja, dass es keine guten Nachrichten geben wird.
  3. Wir helfen nicht professionell. Dadurch werden die Probleme nicht besser und es geht beiden schlecht. So haben wir uns nicht genutzt, sondern geschadet.

Rufe mich an wegen schöner Dinge

Ist es nicht toll, wenn du weißt, ein Mensch ruft dich an um dir zuerst einmal etwas Schönes zu sagen? Stelle dir vor, dass du Menschen kennen könntest, die immer erst einmal ein liebes Wort für dich haben, wenn sie anrufen. Das ist wunderbar. Du strahlst gleich, wenn du siehst, wer da anruft. Kennst du mehrere Menschen, die so sind, dann lächelst du immer öfter, wenn dein Telefon klingelt.

Du wirst dich ändern

Was noch geschieht ist aber viel verrückter. Du wirst nach und nach Menschen nur noch mit lieben Worten anrufen und schöne Dinge erzählen wollen. Wer positive Energie spürt, dem geht es richtig gut und der gibt dieses tolle Gefühl gerne weiter. Das verbreitet sich so wie ein Lauffeuer und man animiert sich gegenseitig, schöne Dinge immer intensiver wahrzunehmen.

Wohin nun mit meinen Problemen?

Es ist zu einer Unsitte geworden, dass wir keinen Schlüsseldienst oder Elektriker anrufen, wenn wir ein Problem haben. Ebenso nehmen wir Psychologische Beratung oder Hypnose Coaching nicht in Anspruch, sondern wir gehen in unmoderierte virtuelle Selbsthilfegruppen, ziehen uns zurück und schotten uns ab, statt uns helfen zu lassen. Warum überwinden wir uns nicht einfach, uns Gutes zu tun, Entspannungstechniken zu lernen, uns selbst zu helfen und auch helfen zu lassen – professionell? Wir sind es nicht gewohnt und wir wollen alles umsonst haben. So wachsen durch diese Maschinerie Angst, Panik und Depressionen zu Volkskrankheiten. Wir müssen lernen, uns zu öffnen, Fachleute anzusprechen und Hilfe anzunehmen – professionelle Hilfe. Es ist auch hier wie beim Schreiner oder Dachdecker – der Profi ist schnell, effizient und der entstehende Schaden sehr viel geringer. Daher ist es oft nur auf den ersten Blick mehr oder falsch investiert, wenn wir Fachleute zu Rate ziehen. Nachher lohnt es sich.

Die Welt wird sich ändern

Stelle dir vor, wir würden es wie folgt machen:

  1. Freunde rufen sich an, um sich schöne Dinge zu erzählen.
  2. Wir tragen alle selbst die Verantwortung dafür, in jedem Moment und jedem Tag das Schöne zu sehen.
  3. Jeder investiert Zeit, um für sich zu sorgen, für Prävention und schöne Dinge im Leben.
  4. Alle verbreiten immer mehr schöne Dinge.
  5. Man holt sich professionelle Hilfe bei seinen Themen.

So werden wir alle ein viel schöneres Leben kennenlernen und es genießen können. Dann haben wir immer öfter einen Grund, uns schöne Dinge zu erzählen. Lasst uns damit beginnen.

Wir brauchen positive Gedanken und Erlebnisse, positive Worte und schöne Dinge, die uns bereichern. Wir alle leben und zehren vom Glück des Alltags.

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