Was bedeutet Glaube für mich?

Wann glauben wir und wo hilft uns der Glaube? Können wir in der heutigen Zeit noch dazu stehen zu glauben, wo doch Glaube und Religion als Grundlage von Krieg und Gewalt genutzt werden?

Was bedeutet Glaube für mich?


Wie entwickelt es sich zu glauben?

Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus und verlassen Glaubensgemeinschaften. Sekten treten dafür immer massiver in unser Bewusstsein. Was bedeutet das für uns? Zugegeben – die Unterscheidung zwischen Sekte und Religionsgemeinschaft wird größtenteils über die Mitgliederzahl vollzogen und nicht an anderen Kriterien festgemacht. Dennoch kann man eine Zunahme dieser beiden Tendenzen verfolgen.

Glaube als Grundlage der Gewalt

Glaube wird als Grundlage von Krieg und Gewalt erlebt, was nicht neu ist, aber dennoch aktuell sehr bedrohlich ist. Das übertragen wir gerne und sehen nicht nur eine muslimische Minderheit als gewaltbereite Menschen, die sich hinter einem Pseudo-Glauben verstecken, sondern projizieren die Gewalt und den Hass auf Muslime oder sogar die Religion oder den Glauben an sich. Es ist vollkommen falsch, das so zu sehen, denn wir können Menschen unterschiedlich gruppieren und eine Position zu ihnen an jedem statistisch messbaren oder so empfundenen Detail festmachen. Der Glaube ist dabei in keinem Fall Rechtfertigung von Gewalt, sondern immer nur vorgeschoben, damit man sich rechtfertigen kann und eine angeblich gute Sache erschafft.

Glaube wird zu Propaganda

Diese Art von Fanatismus war für jeden Anführer wichtig, um seine brutalen Ziele zu erreichen. Propaganda ist hier das Schlüsselwort und nicht Glaube. Es geht immer um fehlgeleiteten Glauben und eine Masse, die wir manipulieren können. Daher trifft es oft medial schlecht aufgestellte und unzureichend oder massiv einseitig informierte Menschen, die davon missbraucht werden. Weswegen sonst sollten Medien sonst eine Zensur vornehmen, die über normale Grenzen hinausgeht, die wir alle nachvollziehen können? Hierbei geht es nur darum, Menschen zu bestimmten Zielen zu leiten, die Machthabern dienlich sind.

Was bedeutet Glaube für mich?

Ich bin mir nicht immer meines Glaubens sicher. Manchmal berühren mich Dinge sehr und ich sehe dann eine Grundlage für Glauben gegeben. Das geht in Momenten, in denen ich voller Angst und Unsicherheit bin. Hier hilft mir der Glaube dabei, Kraft zu bekommen. Das ist ein wichtiger Moment und vollkommen legitim. Glaube darf Rückhalt sein und Kraft sowie Glück geben, wo keine mehr zu finden ist. Geht es mir gut, dann hilft es mir, das Göttliche in mir und allen anderen Lebewesen zu sehen. Wenn die Sonne in unserem Herzen scheint, dann ist es nicht schwer, das Schöne im Leben in jedem Vogel und jedem Grashalm zu erkennen. Im Alltag geht der Glaube oftmals verloren und das finde ich wirklich etwas schade. Ich denke, er könnte kleines Leid besser abwenden und Freude leicht vergrößern.

Begegnungen mit Menschen des Glaubens

Persönlichkeiten wie Anselm Grün und der Dalai Lama haben mich sehr berührt. Sie sind prominente Persönlichkeiten des Glaubens und geben vielen Menschen eine Glaubens-Grundlage. Mir haben die Begegnungen mit beiden viel gegeben. Ebenso können aber auch Menschen wie die kürzlich verstorbene Louise Hay uns zu mehr Glauben verhelfen, denn ihre Affirmationen sind nicht weit weg von den Werten und dem Vorgehen von Religion, Glaube oder Spiritualität. Auch ein sehr kritisch betrachteter Osho (vorher bekannt als Bhagwan) gibt mir heute noch viel in Sachen Selbsterkenntnis und Spiritualität. Wichtig ist es, nicht einem Menschen oder Gedanken blind zu folgen, sondern die eigene Wahrheit dahinter / darin für mich zu erkennen und meine Anteile in das zu integrieren, was ich glaube.

Wie lebe ich welchen Glauben?

Für mich ist es wichtig, einen Umgang mit meinem Glauben zu finden. Dabei ist die Ausrichtung nicht wichtig, denn ich denke, dass wir in jedem Glauben und jeder Religion weitestgehend die gleichen Grundlagen und Werte finden werden: Liebe, Respekt, Gemeinschaft und Aufrichtigkeit. Zudem finden wir Anerkennung, Treue, Selbstliebe, Getragenheit, Spiritualität, Verbindung mit unseren Wurzeln und Stabilität. Glaube und Religion sind nicht gleichbedeutend. Jeder von uns sei eingeladen, sich selbst besser kennenzulernen und zu schauen, was es ihm geben kann, zu glauben. Wer glaubt, kann mehr vom Leben haben und dessen Herz kann oftmals gesund werden.

Der Glaube als Hilfe

Wie eben schon geschrieben, der Glaube ist eine Hilfe und darf es auch sein. In schweren und unangenehmen Lebensphasen ist es wichtig, dass wir glauben. Der Engel, der uns Kraft verleiht und der Priester, der uns die Beichte abnimmt, können uns wichtig sein. Eine Beichte kann loslassen helfen und Vergebung möglich machen, wo bisher nur Vorwürfe sind. Wenn Glaube helfen und heilen kann, dann ist das vollkommen in Ordnung. Er kann uns – wie auch schon gesagt – eine Grundlage der Vergrößerung von Freude werden. Es wäre schön, ihm im Alltag mehr von uns zu öffnen und dadurch stabiler und gesünder zu leben – glücklicher und auch frei. Glaube, der das schafft, muss gut und richtig für uns sein. Im Rahmen von psychologischer Beratung und Begleitung kann es wichtig sein, sich mit Spiritualität und Glaube zu befassen. Wer es zulassen kann, der kann eine Bereicherung und eine Stütze hierdurch finden.

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter Glaube Spiritualität permalink

Über Arno Ostlaender

Hallo, ich bin der Mensch hinter dieser Internetseite. Nach zwanzig Jahren in Vertrieb und Verkauf habe ich mein Leben vor etlichen Jahren verändert und von dem profitiert, was ich lernen durfte. Heute sind Psychologische Beratung, Yoga, das schreiben von Büchern und die Begleitung von Menschen in schweren Situationen mein leidenschaftlicher Beruf. Es ist mir eine Herzensaufgabe, durch den Wandel meines Lebens andere Menschen mit meiner Erfahrung achtsam zu begleiten. Ich freue mich auf den Kontakt zu meinen Lesern - hier im Blog oder persönlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.