Was ist besser als nachdenken?

Wir denken über viele Dinge in unserem Leben nach. Leider aber finden wir so oft keine Lösung, denn unsere Gedanken führen zu falschen Ergebnissen Was ist besser als nachdenken?

Was ist besser als nachdenken?Wie denken wir nach? Es beschäftigt uns etwas, das uns Sorge bereitet oder gar Angst macht. Nun denken wir darüber nach, warum uns jemand angreift oder spüren die Angst vor der Auseinandersetzung. Wir reden nicht darüber mit den Menschen, die es betrifft, weil uns die mögliche Reaktion noch mehr aufwühlen könnte. Endlose Fragen nach dem „Warum?“ beschäftigen uns mehr als die Lösung der Fragestellung, um die es geht. Zudem kommt noch das „Was wäre wenn …?“, dass uns noch mehr gefangen nimmt. Immer mehr Befürchtungen und Ängste kommen zusammen und wir werden schnell handlungsunfähig. Der Stress hierdurch sorgt dafür, dass wir immer mehr das Schlechte sehen, dann verfallen wir in eine immer traurigere Teilnahmslosigkeit und ertragen starr vor Schreck unsere Situation, aus der wir glauben, nicht mehr entkommen zu können.

Beruhige Dich zuerst einmal. Wenn du aufgewühlt bist, kannst du keinen klaren Gedanken fassen. In Momenten von Wut und Angst, die sich sehr ähnlich sind, verlieren wir den gesunden Menschenverstand und flüchten uns in das schlechte empfinden, was uns nach und nach immer betroffener werden lässt. Wir werden immer weniger in der Lage sein, die Dinge richtig wahrzunehmen. Also mache genau das, was dich zur Ruhe kommen lässt:

  • Sprich ein Gebet oder meditiere.
  • Gehe in die Kirche und entzünde eine Kerze.
  • Suche Dir zehn Dinge, die du an dir magst und schreibe sie auf.
  • Denke an einen liebevollen Menschen oder führe ein nettes Gespräch.
  • Gehe spazieren und genieße die frische Luft, auch im Regen (natürlich passend angezogen).

Die bessere Alternative zum Nachdenken ist es, in dich hinein zu spüren und deinen Anteil des Problems zu erkennen. Zuerst solltest du den Schritt der Beruhigung unternommen haben, denn sonst kommst du nicht zu anderen Energien. Nun kannst du ein klein wenig besser erkennen, worum es geht. Jetzt geht es weiter. Es ist Raum für andere Blickwinkel. Du bist nicht verantwortlich für die Reaktion anderer Menschen, aber du kannst dein Verhalten hinterfragen. Vielleicht hast du dir nichts zuschulden kommen lassen, aber andere Menschen sind verletzt. Möglicherweise trifft dich ein Verschulden, dann werde dir dessen bewusst und achte die Reaktion des Gegenübers als persönliche Verletztheit gegenüber deinem Verhalten. Finde dich

Vergib Dir selbst und suche Vergebung. Es ist eine Art von Trance, in der du dich befindest. Du glaubst daran, dass du dir nicht vergeben kannst oder darfst, was jedoch sehr wichtig ist. Wenn Du Schuld auf dich geladen hast, dann darfst du dafür auch Buße tun und das auf deine Art. Wenn dir beten hilft, dann ist das gut, auch Meditation hilft oder eine gute Tat, gerne auch mehrere. Wer Gutes tut, der wird spüren, dass ihm Dankbarkeit entgegnet wird. Es ist aber kein Deal, sondern es muss aus deinem Herzen kommen. Mache etwas, das dich noch mehr befreit und hilf dort, wo du helfen kannst mit deinen Möglichkeiten.

Mache Dir eine Liste. Was ist wirklich zu klären und wie kann ich darauf reagieren. E-Mails und Kurznachrichten sind nicht die beste Lösung. Hier reagieren Menschen zu vorschnell und machen sich zu wenige Gedanken. Schaue, welche Kontaktmöglichkeit die beste ist. Ein Brief oder eine schriftliche Bitte um ein klärendes Gespräch sind sinnvoll. Schaue, was einfach zu lösen sein könnte und was aufwändiger ist. Nun schaue, was davon Priorität hat und wie die Dinge zusammenhängen.

Suche den Kontakt und kläre, was zu klären ist. Was zu klären ist, muss nun angegangen werden. Mache es in deinen Schritten und achte auf die Entschleunigung der Reaktion, wie eben besprochen. Nach und nach wirst du spüren, dass es dir besser geht, wenn du liebe Worte finden kannst, aufrichtig bist, nicht forderst, sondern von deinen Gefühlen sprichst und von dem, was dich dazu bewogen hat, dich so zu verhalten. Wenn es angebracht ist, dann entschuldige dich von Herzen und bitte um Klarstellung bzw. Vergebung. Befreie dich aus der Einsamkeit, die immer mehr durch die ängstliche Abgrenzung entsteht. Sei hier ganz offen und ehrlich, ohne dich oder andere Menschen anzuklagen. Wenn dann jemand unangemessen reagiert, dann ist das nicht deine Schuld. Wer ehrlich und aufrichtig von Herzen etwas klären möchte, der muss auch Zeit geben können und abwarten können, wann das Gegenüber es annehmen kann. Du kannst aber dann loszulassen beginnen und deinen Frieden finden. Weitere gute Taten und liebevolle Fürsorge für deine Mitmenschen werden dir dabei helfen, dich besser zu fühlen. Bedenke, dass auch du dazu gehörst und sorge auch gut für dich. Du hast es verdient.

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Kommentare

Was ist besser als nachdenken? — 3 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für diese Hinweise, sie sind für mich in meiner momentanen Situation sehr hilfreich. Die Herausforderung für mich ist, sich daran wirklich zu erinnern, wenn der Schmerz am größten ist.

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