Was ist so schlimm am Montag?

Kein anderer Tag der Woche erscheint uns so schlimm wie der Montag. Warum ist das so und wie können wir uns auf eine beginnende Woche freuen und auf den Montag?

Was ist so schlimm am Montag?Was ist so schlimm am Montag? Wir leiden gerade am Montag sehr und können oft schon kaum das Wochenende ertragen, weil es bald wieder vorbei ist. Oftmals zermürben wir uns den Kopf, warum wir Montag wieder arbeiten müssen, was uns das ganze entspannen am Wochenende nimmt. Der Start in die Woche und das Ende der Ablenkung, die wir Wochenende nennen. Was genau das ist, das wissen wir selbst, denn unser Herz und unser Gefühl sind nicht dumm. Wenn wir in eine neue Woche starten, dann holen uns die Dinge wieder ein, die wir am Wochenende verdrängt oder vergessen haben:

  • Wie steht es mit dem Beruf? Hast du den Job, den du dir wünschst oder bist du unglücklich in deinem Berufsleben?
  • Fressen dich unerledigte Dinge auf, die du über das Wochenende gerne vor dir herschiebst, ohne dich darum kümmern zu wollen?
  • Fragst du dich, wie du Unangenehmes weiter wegschieben kannst, auch wenn es heute zu erledigen wäre?
  • Wirst du Menschen begegnen, die Du am Samstag und Sonntag nicht siehst und die dich in irgendeiner Form belasten?

Genau das macht den Montag schlimm! Immer wieder sehen wir, dass gerade der Montag so furchtbar sein soll. Facebook überschlägt sich ab Sonntagmittag mit Meldungen dazu, dass wir bald wieder in eine neue Woche starten, auf die wir keine Lust haben. Wir haben wirklich keine Lust, unser Leben so wie es ist zu ertragen und auszuhalten und das möchten wir mit anderen Menschen teilen, denen wir immer besser helfen können als uns selbst.

Solche Sprüche findet man häufig zum Montag (Quellen unbekannt):

  • An alle, die noch gute Laune haben: Morgen ist Montag!
  • Wer montagmorgens frisch aussieht, hatte ein langweiliges Wochenende.
  • Wer hat nur den Montag erfunden? Ich brauche ihn nicht. Ein zweiter Sonntag wäre viel besser.
  • Das Wochenende ist herrlich, nur der Abschluss mit dem Montag müßte überarbeitet werden.

I don’t like Mondays ist ein bekanntes Lied von den Boomtown Rats. 1979 schrieb Bob Geldorf den bekannten Klassiker, weil Brenda Ann Spencer mit 16 Jahren neun Menschen erschoss. In seiner Autobiographie „So war’s“ (Originaltitel: „Is That It?“) von 1987 schrieb er darüber:

Aber während der Sender die Platte laufen ließ, begann das Telex neben mir zu klackern. Ich sprang rüber, um die Nachricht aufzuschnappen, die es ausspuckte. Während ich dort saß, lehnte ein junges Mädchen namens Brenda Spencer mit einer Pistole aus ihrem Schlafzimmerfenster und schoss auf Leute in ihrer Schule auf der anderen Straßenseite. Was dann passierte, erschien mir als einzigartig amerikanisch. Ein Journalist rief sie an. Sie nahm den Hörer ab, an und für sich schon eine bizarre Unterbrechung, wenn man dabei ist, wildfremde Menschen umzubringen. Er fragte sie, warum sie das tut. Sie überlegte kurz und sagte dann: „Nichts los. Ich mag keine Montage.“

Wie können wir unseren Montag verbessern?

  • Schieben wir nicht immer alles auf, sondern erledigen wir es am Freitag, denn dann ist der Montag weniger belastet. Was am Wochenende weg ist, liegt Montag nicht mehr vor uns.
  • Überdenken wir das, was uns wirklich unglücklich macht und schauen, was davon es Zeit wird zu verändern. Jeder Beruf ist veränderbar und auch jede Partnerschaft. Veränderung bedeutet manchmal Loslösung, oft aber nur, genau das zu verändern, was belastend ist. Wenn wir darüber nachdenken, was uns unglücklich macht, dann können wir es verändern.
  • Welchen Menschen und welchen wiederkehrenden Tätigkeiten kann ich anders begegnen? Wie schaffe ich es, dass der Kontakt oder die Einstellung sich bei mir verändern und wie kann ich besser mit den Menschen umgehen, die ich treffen muss? Welche Kontakte sollte ich beenden? Welche Situationen kann ich verändern?

Ich habe die Möglichkeit, so viele Dinge in meinem Leben zu verändern und muss nicht alles ertragen. Wichtig ist, dass ich sie mir bewusst mache, auf mich Acht gebe und etwas verändern will. Wenn ich nur Klage und mich verkrieche, dann geht es immer so weiter wie bisher. Sich Hilfe bei der Veränderung zu suchen ist besser, als sich zu beklagen und immer weiter zu leiden. Wir sind nicht für das Leid geboren, sondern um das Leben zu genießen. Fangen wir an einem Montag damit an, an diesem Montag.

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