Was mir an Corona Angst macht!

Der Corona Virus greift um sich und schafft viel Aggression. Wut entspringt immer aus Angst. Wie viel Angst darf man eigentlich haben und was ist gerechtfertigt? Meine persönliche Meinung dazu.

Was mir an Corona Angst macht


Was mir an Corona Angst macht!

Es ängstigt uns alle, was derzeit passiert – oder zumindest die meisten von uns. In meinem vorherigen Artikel schrieb ich über historische und persönliche Parallelen und darüber, was ich mir wünschen würde. Am 13.03. begann ich im ersten Artikel mir Gedanken darüber zu machen, was ich mir wünschen würde aber auch über das, was ich beobachte und auch befürchte. Danach habe ich mir Gedanken zum Datenschutz in Krisenzeiten gemacht. Nun möchte ich über meine Angst sprechen.

Übrigens: In meinem Buch „Endlich bei mir angekommen!“ kannst du meine persönliche Geschichte nachlesen.

Die Angst vor einer neuen Zensur!

Social Media und Internetseiten werden zensiert. Hier wird nicht in Karikatur, Satire, sachlicher Kritik und sinnfreier Meinungsmache unterschieden. Man sperrt sehr willkürlich, weil man keine Probleme bekommen möchte. Das führt zu einer willkürlichen Zensur der Kräfte, die nicht Mainstream sind oder die nicht politisch korrekte Meinungen vertreten. Ich habe Angst vor dem Verlust der Meinungsfreiheit.

Die Angst vor dem Verlust der Auseinandersetzung!

Gesprächs- oder Streitkultur haben wir nicht. Natürlich halte ich meinen Mund nicht, aber ich bleibe gerne sachlich, bis ich persönlich angegriffen werde. Dann endet meine Zurückhaltung – und das vertrete ich auch. Eine vernünftig geäußerte Meinung oder eine scharfe sachliche Kritik darf nicht durch eine Beleidigung beantwortet werden. Mir macht es Angst, dass wir uns nicht mehr auseinandersetzen können, sondern in verschiedene Lager gedrängt werden. In diesen Lagern haben wir vertraute Mitstreiter und gehen in Gruppen blind gegeneinander vor.

Die Angst vor totaler Überwachung und Kontrolle!

Bargeld, Schengener Abkommen, Persönlichkeitsrechte und Datenschutz – verbriefte Grundrechte beginnen zu fallen. Wir wehren uns kaum dagegen oder belohnen sogar die Hardliner mit Applaus und stehen hinter ihnen. Es ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr Überwachung eingeführt worden, nun scheint es noch leichter möglich zu sein, durch die Situation den totalen Überwachungsstaat einzuführen, bei dem jeder mithilft. Permanente Überwachung und Kontrolle machen mir Angst.

Die Angst vor der nächsten Weltwirtschaftskrise!

Wir verlieren den Sinn für die Realität. Menschen, die vom Staat gezahlt werden und diejenigen Menschen, die sich des Lobbyismus bedienen, steuern gerade alleine das Land. Dabei nehmen Sie es in Kauf, den Reichtum in geschürter Angst aufzulösen, die komplexen Wirtschaftsstrukturen in ihren Grundfesten zu erschüttern und den kleinen Mann in den Ruin zu treiben. Dabei kommt die nächste Welle noch – wenn wir die Subventionen und Rettungsgelder durch Steuern wieder auffüllen müssen. Es macht mir Angst, dass die Welt sich in den Ruin treibt, der von einigen Industrien, dem Geldadel und der Politik erzeugt wird. Angst macht mir auch, dass immer mehr Menschen leiden werden, seelisch und finanziell. Nahrung wird nicht verteilt, ebenso wie Wohlstand. Der Egoismus wird das Leid steigern – was mir sehr viel Angst bereitet.

Die Angst vor der Wiederholung früherer Zustände!

Wir haben es vor knapp 100 Jahren erlebt, wie aus der Weimarer Republik das Dritte Reich entstand. Nun sind wir wieder dabei, uns durch eine Not entmündigen zu lassen. Niemand kann wissen, was wirklich angemessen ist, aber es wird nicht ausreichend kontrolliert. Das war schon einmal das Problem und das müssen wir vor Augen haben, wenn Maßnahmen ergriffen werden. Es macht mir Angst, dass einige wenige Menschen in einer Demokratie die Kontrolle übernehmen wollen oder können.

Habe ich Angst vor dem Virus selbst?

Nein, von Anfang an nicht. Hier neige ich zu vernünftiger Vorsicht. Persönliche Termine finden bei mir seit Anfang / Mitte März fast nicht mehr statt und wenn dann mit extremen Schutzmaßnahmen im erlaubten Umfang. Gerne halte ich respektvollen Abstand, gehe kaum vor die Türe und trage an sinnvollen Stellen Mundschutz sowie Handschuhe. Somit ist eine Ansteckungsgefahr für mich nicht besonders groß, da ich auch mein Immunsystem schütze und recht gesund lebe.

Beruflich bin ich in der Lage, mich entsprechend anzupassen, auch wenn die Angst der Leute zu spürbarem Rückgang führt. Das nehme ich gerade zum Anlass meiner Weiterentwicklung und neuer beruflicher Ziele oder zumindest neuer Schwerpunkte. Das macht Sinn und das muss man als freischaffender Künstler, Freiberufler oder Selbständiger eine Zeit lang aushalten können.

Angst macht mir nicht der Virus, sondern die neue Zensur, die Unfähigkeit der achtsamen Kommunikation, ansteigende Kontrolle und Überwachung, die nächste Wirtschaftskrise, massive Ausbeutung, seelische Zerstörung und Zustände, die wir früher kannten. Wir sind dabei, uns selbst zu entmündigen und lassen uns wie Lemminge in den Abgrund führen von dem, was wir für Weise halten. Wahrheit wird immer unwichtiger, Populismus steigt massiv an. Das hat uns Weltkriege sowie Völkermorde beschert.

Es ist auch Alltag in der Hypnosepraxis, dass wir erkennen, wie Menschen selbst ihr Leid erzeugen, ohne es zu spüren. Wir erkennen die Wahrheit nicht im aufgewühlten Meer, sondern im ruhigen Wasser. Nur dort können wir uns Spiegeln. Es braucht Besonnenheit, Kritikfähigkeit, Maßnahmenkontrollen und die Bewahrung der Freiheit, von der wir schon zu viel als digitale Opfergabe zur Verfügung stellen. Es macht mir Angst, dass wir diese wichtigen Dinge aus den Augen verlieren. Ich glaube, damit verlieren wir uns selbst – gesund wie krank.

Wir brauchen Erkenntnis, positive Selbsthilfegruppen, persönliche Weiterentwickungsarbeit, neue Wege und Möglichkeiten, Liebe; Achtsamkeit und Sonne im Herzen.

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