Was tun, wenn mein Partner nicht zu einer Paartherapie mitkommen möchte?

Ich möchte gerne an unserer Beziehung arbeiten, aber mein Partner nicht. Was kann ich tun? Kann ich alleine beginnen und kann mein Partner hinzukommen?

Was tun, wenn mein Partner nicht zu einer Paartherapie mitkommen möchte?

Wenn er nicht mitkommen möchte, dann gehen Sie doch alleine den ersten Schritt. Sie möchten etwas verändern und Sie haben gerade den Drive und den Mut, etwas an der Beziehung zu ändern und sind unglücklich. Es ist schön, sich einen ersten Impuls geben zu lassen und dann mit neuem Wind die Beziehung oder eine gemeinsame Eheberatung / Paarberatung / Paartherapie anzugehen. Derjenige, der dazu bereit ist, der wird sicherlich gute Impulse bekommen können und dann vielleicht auch den Partner mit ins Boot holen, weil Sie ihm helfen, sich zu entscheiden. Auch alleine kann man Dinge verändern in seinem Leben – meist sind das die allerbesten Veränderungen.

Vielleicht ist der Partner nur unsicher. Mal angenommen, ein Mann (das geht auch genau andersrum – bleiben wir der Einfachheit halber dabei …) würde sich seiner Partnerin verbal unterlegen fühlen, dann hat er vielleicht gar keine Lust auf eine Beratung bzw. ein Coaching oder eine Therapie. Vielleicht war er Untreu und der Streit entbrennt immer wieder darum. Oder es geht um Alkohol, Gewalt oder Streitereien. Männer sind in den meisten Fällen verbal und kommunikativ in einer Beziehung die Unterlegenen. Daher fühlt er sich ertappt, verunsichert und in die Zange genommen, wenn er nun noch zu einem Therapeuten, Berater oder Coach mitkommen soll. Die Schuldfrage ist meist entscheidend und scheint oftmals geklärt. Verkettungen sind nicht klar und viele Dinge unausgesprochen. Und wenn er schon schuld ist, dann mag er auch nicht noch einen zweiten Ankläger gegen sich wissen, denn das erwartet er. Er denkt vielleicht, die Trennung sei schon quasi eingeleitet.

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Euer Glück kotzt mich an!

Buchtipp: Euer Glück kotzt mich an!: Warum es Dich schmerzt, wenn andere Menschen glücklich sind und von Deinem Weg zum eigenen Glück und zur Liebe in Dir!

Sprechen Sie ihn darauf an und sagen Sie ihm, dass es Ihnen um Einigung und Gemeinsamkeit geht. Sagen Sie ihm, dass Sie ihn nicht „vorführen“ wollen, sondern einen Vermittler zwischen den „Fronten“ hinzubitten wollen. Sagen Sie ihm, was er Ihnen bedeutet und dass Sie es ernst meinen, weil sie sonst schon gegangen wären. Sprechen Sie von Ihren Gefühlen, aber erpressen oder drängen Sie nicht. Beginnen Sie lieber alleine und starten Sie den Prozess, der ein gemeinsamer werden kann. Selbst wenn der Partner nicht mitkommt, so können Sie durch neue Sichtweisen vieles verändern und in Bewegung bringen – bei sich und auch bei ihrem Partner. Mit professioneller Hilfe können Sie so viel verändern, dass das Leben wieder Freude bereitet.

Das gilt ebenso für Männer wie Frauen oder auch homosexuelle Beziehungen. Mancher Partner ist eben vielleicht eher so oder so „gestrickt“ und Hilfe von außen ist oftmals eine sehr gute Sache – geben Sie sich und der Liebe eine Chance.

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